Bauaustrocknung


Jahr für Jahr entstehen allein in der Bundesrepublik Wasserschäden in Milliardenhöhe, deren Ursachen auf defekte Zu- und Abwasserleitungen, geplatzte Spül- und Waschmaschinenschläuche, Leckagen in der Fußbodenheizung, übergelaufene Badewannen, Löschwasser, Frosteinwirkungen, Überschwemmungen zurückzuführen sind - zum Leidwesen von Hauseigentümern, Mietern, Unternehmen und den regulierenden Versicherungen.


Die Folgen:

Dämmstoffe verlieren durch die Einwirkung der Feuchtigkeit ihre wärme- und trittschalldämmenden Eigenschaften. Nässe in Wänden, Estrichen und Rohdecken verursacht mineralische Ausblühungen. Bakterielle und sonstige biologische Prozesse sorgen für unangenehmen Modergeruch und gefährden durch Fäulnis, Zersetzung, Schimmel- und Schwammbildung (Myzelen) organische Materialien und die Gesundheit. Nicht selten sind statische Beeinträchtigungen in Kauf zu nehmen. Teures Parkett quillt auf. Tapeten und fest verklebte Teppische lösen sich. Hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen fördert Korrosionsprozesse und läßt unhygienische und gesundheitsgefährende Wohn- und Arbeitsbedingungen entstehen.


Regenwassernutzung


Auch wenn man es Dank des verregneten Sommers kaum glauben mag: Wasser ist auch hierzulande kein Gut, das im Überfluß vorhanden ist. Knapp 150 Liter Trinkwasser höchster Qualität verbraucht jeder Deutsche am Tag. Dabei wird nur ein Prozent davon tatsächlich getrunken oder zum Kochen verwendet. Ein Drittel der Wasser-menge landet über den Umweg Toilettenspülung direkt im Kanal. Und ein weiteres Drittel wird nach kurzem Körperkontakt in Dusche und Badewanne abgeleitet.


Der Rest wird zum Waschen von Geschirr und Kleidung sowie zum Putzen der Wohnung verwendet. So werden große Mengen von Wasser in höchster Qualität für Tätigkeiten eingesetzt, für die solch ein sauberes Wasser eigentlich gar nicht benötigt würde. Da liegt die Nutzung von Regenwasser beispielsweise zum Gießen der Blumen oder für die Toilettenspülung nahe - in einem vierköpfigen Haushalt können im Idealfall im Jahr bis zu 70.000 Liter Trinkwasser gespart werden - eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Sache.